Grundsteinlegung zum Neubau der Feuerwache Alzey

03. September 2017 l Am heutigen Sonntag lud die Stadt Alzey alle Bürgerinnen und Bürger zur Grundsteinlegung der neuen Feuerwache ein. Unter den gealdenen Ehrengästen konnte der Alzeyer Bürgermeister Christoph Burkhard auch den rheinland-pfälzischen Minister des Inneren und für Sport, Roger Lewentz, Landrat Ernst-Walter Görisch sowie den Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Alzey-Worms, Michael Matthes begrüßen. Nachdem der Tiefbau bereits letztes Jahr abgeschlossen wurde, fällt nun mit der Grundsteinlegung auch der Startschuss zum Hochbau. Der Baufortschritt lässt sich in den nächsten Monaten über unsere Baustellenkamera verfolgen.
 

 

Die Allgemeine Zeitung vom 04. September 2017 berichtet dazu:

Von Thomas Ehlke

ALZEY - Wein vom Stadtgut, ein paar Euro-Münzen, die AZ vom Wochenende, ein Foto der Wehr und eine Urkunde. Der kupferne Metallzylinder ist prall gefüllt, als die städtische Projektleiterin Sybille Stark ihn in der Öffnung der gemauerten Säule verschwinden lässt. Über 100 Menschen verfolgen am Sonntag die Grundsteinlegung der neuen Feuerwache am westlichen Stadteingang. Läuft alles nach Plan, könnte die Feuerwehr Ende 2018 in ihr neues Domizil einziehen. 

„Gebäude kein Mittel zur Selbstdarstellung“

Architekt Ernst Eichler skizziert die Grundzüge der Planung. „Gebäude sind für uns nicht in erster Linie ein Mittel zur Selbstdarstellung“, sagt der Weinheimer, dessen Büro den EU-weiten Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Wichtiger sei, sich mit dem städtebaulichen und landschaftlichen Umfeld auseinandersetzen, weshalb man immer über die Grundstücksgrenze hinaus denke.

Die Einbettung der Feuerwache in die Weinbergslandschaft und den Stadteingang sei eine große Herausforderung gewesen. „Für uns war es wichtig, den Stadteingang nicht durch einen riesigen Gewerbebau zu verunstalten, der nicht zur sich anschließenden kleinteiligen Wohnbebauung gepasst hätte“, betont Ernst Eichler. Und so folge das planerische Konzept dem Grundsatz, ein Gebäude zu schaffen, das sich in die Landschaft einfügt, sich in seiner Masse zurücknimmt, sich dem Betrachter nicht aufdrängt und den Ortseingang begleitet. 

„Langgestreckt, fast wie eine große Weinbergsmauer“ soll die Feuerwache in die Topografie des Hanges im Alzeyer Westen eingepasst werden. Der Architekt schlägt an diesem Punkt eine rhetorische Brücke über die L 409 zur beginnenden Weinbergshäuschen-Wanderung, wo sich bei schönem Wetter eine große Menschenmenge aufmacht, Weine und Panoramablicke in die weitläufige Weinbergslandschaft zu genießen. „Es ist nicht nur wichtig, dass wir einen schönen Blick auf die Weinberge und die Wingertshäuschen bewahren, sondern auch umgekehrt eine schöne Aussicht für diejenigen, die hier wandern und auf Alzey schauen“, verdeutlicht Ernst Eichler. 

Bürgermeister Christoph Burkhard, der allen an Bau und Planung Beteiligten dankt, blickt auf die Geschichte des ehrgeizigen Bauprojekts. Vor zwei Jahren hat der Tiefbau bereits begonnen – und das aus triftigem Grund. Die mit Schotter befestigte Fläche hätte beim Rheinland-Pfalz-Tag im vergangenen Tag im Bedarfsfall als Aufstellungsplatz für Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz gedient. 

Prüfung des Rechnungshofs standgehalten

„Doch haben wir diesen Platz Gott sei Dank nicht gebraucht“, sagt Burkhard. Stolz ist der Stadtchef darauf, dass die vorgelegte Planung des 13,8 Millionen-Projekts der strengen Überprüfung des Landesrechnungshofs standgehalten hat. 

Die Lage des Baugrundstücks entspreche den Wünschen der Wehr: nahe zur Stadt und nahe zur Autobahnauffahrt. „Unsere Wehr absolviert ehrenamtlich 200 bis 250 Einsätze im Jahr. Davor ziehe ich den Hut“, unterstreicht der Bürgermeister das Engagement der freiwilligen Brandschützer.

In das gleiche Horn stößt auch Innenminister Roger Lewentz: „Dass wir uns abends beruhigt ins Bett legen können, liegt auch an den Frauen und Männern, die in der Feuerwehr ihren Dienst tun.“ Daher sei es richtig und gut, wenn in ein Projekt wie die Feuerwache investiert werde. „Da ist das Steuergeld der Bürger sehr gut angelegt.“ Doch der Minister weiß bei allen Aktivitäten von Bambini- und Jugendfeuerwehren um die Probleme der Wehren. „Wir brauchen dringend Nachwuchs für unsere Rettungsdienste“, betont Lewentz.

Landrat Ernst Walter Görisch verweist auf die kreisweite Funktion des Neubaus. „Wir müssen uns im Brand- und Katastrophenschutz zukunftsfähig aufstellen. Daher macht es Sinn, dass man hier kooperiert“, sagt Görisch. Es gelte, gute Rahmenbedingungen für die zu schaffen, die die Bürger mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz tagtäglich schützen.

Zum Bericht der Allgemeinen Zeitung Alzey


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